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Start in die Volleyball-Saison 2012/2013

Die Volleyballwelt im Cremlinger Land präsentiert sich im neuen Gewand. Damenmannschaft der West Elm Volleys eröffnet die Heimspielsaison.
Nachdem das Herrenteam am vergangenen Wochenende den West Elm Volleys einen erfolgreichen Auswärtsstart bescherte, möchte das Damenteam am kommenden Samstag, 6. Oktober 2012 unter Leitung von Trainer Rainer Feldt – beim ersten Heimspiel der neuen Spielgemeinschaft – Farbe bekennen und ebenfalls glänzen. Während das Team leicht verändert in die neue Saison geht, versprechen sich die Abteilungsleitungen und der Trainerstab der drei Stammvereine einiges mehr von der neuen Kooperation und erhoffen sich einen weiteren Mitgliederzuwachs.

Es liegt bereits einige Jahre zurück, dass in der Gemeinde Cremlingen guter Volleyballsport geboten wurde – zumindest im Herrenbereich. Zu Zeiten des engagierten Trainers Walter Junge schaffte es die I. Herren der Spielgemeinschaft Schandelah/Cremlingen von der Kreisliga sogar bis in die Oberliga, seinerzeit die vierthöchste Liga in Deutschland. Nach Junges Weggang zerbröckelte die Abteilung leider Stück für Stück. Erst wurde der Damenspielbetrieb eingestellt, dann folgte vor drei Jahren der Herrenbereich, der sich zuletzt in der Bezirksliga wiederfand.

Rainer Feldt, seit dem Abteilungsleiter der früheren SG, wechselte als Spieler zum benachbarten TSV Destedt. Hier tat sich in den letzten Jahren wieder mehr: das Team von Trainer Sternitzke konnte gleich zwei Aufstiege in Folge verbuchen und spielt seit 2010 in der Landesliga. Dies bedeutete auch den Umzug in die neue Heimspielstätte in Cremlingen, da die Destedter Grundschul-Sporthalle für diese Liga nicht mehr ausreichte. Der Kontakt zu der von Feldt trainierten Damenmannschaft, die er kurz vor Ende der Herren-Ära bei der SG wieder ins Leben rief, war somit unumgänglich und auch der gegenseitige Besuch der Heimspiele sorgte für einen Umbruch in den Köpfen der Abteilungen.

Zwei Jahre nach dem Aufeinandertreffen beider Mannschaften zog man nun die Konsequenz und beschloss, unter einer Flagge antreten zu wollen. Nicht nur, weil man die gleiche Halle zum Trainieren und Spielen benutzt, sondern auch wegen der engeren Zusammenarbeit, unter anderem im Jugendbereich. Hier engagieren sich neben Feldt auch noch die beiden Kapitäne Sandra Laue und Lennart Buda sowie Zuspielerin Anneke Schmidt. Des Weiteren gibt es einzelne Verbindungen zwischen den Teams, denen eine gerechtere Mitgliederverteilung angeboten werden soll.

„In erster Linie ging es uns darum, dass eine Familie nicht zwei Mitgliedsbeiträge zahlen muss, wenn beide Volleyball in der gleichen Gemeinde spielen“ erläutert Feldt. Auch der Herrentrainer Kai Sternitzke sieht darin Vorteile: „Warum sollen Jugendliche, die zum Beispiel in Destedt wohnen, wonanders Vereinsmitglied sein, wenn sie nur dort ihrem Sport nachgehen können?“ In der abgelaufenen Saison wurde hier bereits probeweise im Jugendbereich eine Mannschaft aus beiden Vereinen, der SG Schandelah/Cremlingen und dem TSV Destedt, gebildet – mit durchaus positiven Effekten. „Die Eltern haben es uns gedankt und die Jugendlichen hatten ihren Spass“ erinnern sich die Trainer. In diesem Jahr geht der WEV mit einer weiblichen U13 in der Jugendrunde an den Start und möchte im November auch an den Regions-Jugendmeisterschaften teilnehmen.

Leitung West Elm Volleys
Das Führungsteam der West Elm Volleys: vorne: Jugendtrainerin Anneke Schmidt, Damenkapitänin Sandra Laue, hinten: Abteilungsleiter Destedt und Herrentrainer Kai Sternitzke, Abteilungsleiter Cremlingen/Schandelah-Gardessen und Damentrainer Rainer Feldt, Jugendtrainer und Herrenkapitän Lennart Buda

Auch die Trainingszeiten, insbesondere für Kinder und Jugendliche, konnten so den örtlichen Gegebenheiten angepasst werden. „Da wir in Cremlingen, Destedt und Schandelah Hallenzeiten anbieten, können wir eine individuellere Palette anbieten.“ So manchem Sportler rutscht der neue Name zwar noch ungern über die Lippen, „aber dies wird sich über die Zeit lockern und die Spieler werden sicherlich ihre Vorteile in der Zusammenlegung sehen“ so Andreas Becker. Ihm ist es wichtig, dass die drei Vereine, dies sind der TuS Cremlingen, der TSV Destedt sowie der MTV Schandelah-Gardessen, auch in der Präsentation nach außen ein wichtiger Bestandteil bleiben werden. „Ohne diese drei Vereine gäbe es ja auch keine Spielgemeinschaft. Und schließlich bleibe ich ja auch Mitglied im TSV Destedt und gehöre auch erst dadurch zu dieser SG.“

„Dass somit der Name ‚SG Schandelah/Cremlingen‘ dem neuen Vereinsnamen ‚West Elm Volleys‘ weichen musste, liegt an der Tatsache, dass wir einen unabhängigen Namen gesucht haben, der zu der Region und unserer Sportart passt und keinen Verein direkt hervorhebt“ erklärt Sternitzke, der die Abteilung des TSV leitet. Somit wurde der Name ‚West(lich vom) Elm (spielen wir) Volley(ball)-s‘ kreiert.

Der Heimspielauftakt obliegt am kommenden Wochenende – wie es sich gehört – dem Damenteam. Sie empfangen zunächst die dritte Vertretung des USC Braunschweig (Samstag, 6.10.2012, 15:00 Uhr) und im Anschluss um ca. 17:00 Uhr die Damen des SV Olympia ’92 Braunschweig, die in dieser Saison zum ersten Mal an den Start gehen werden. Beide Gegner sind somit relativ unbekannt: die Zusammenstellung des ehemaligen Erstligisten USC variiert nahezu in jeder Spielzeit und Olympia bleibt sicher für alle Teams eine Überraschung. Dennoch werden die Spielerinnen sicher ihr Bestes geben, um vielleicht die ersten Heimspielpunkte für die WEV’s an den Elm zu holen. Verzichten muss Feldt indes auf die Kapitänin Laue (Urlaub) und der Neuzugang von der Eintracht Hildesheim, Mirijam Schäl, hat leider noch keine Freigabe erhalten. Neu dabei werden auch Marwa Dessovsky und Rebecca Seibel sein und werden sich als neue Teammitglieder vorstellen dürfen. Die Spiele finden wie gewohnt in der Sporthalle Cremlingen, Ostdeutsche Straße 8 b, 38162 Cremlingen, statt.

Voraussichtliche Aufstellung
Zuspiel: Anneke Schmidt, Sabine Schrödter
Mittelblock: Isabel Bisseling, Saskia Hurst, Cordula Sinz-Krauß
Außenangriff: Franziska Axhausen, Marwa Dessovsky, Antje Klammer, Mirijam Schäl, Rebecca Seibel, Carmen Somrei

Verfasst von Andreas Becker

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